Aktives D-Lighting

Eines der häufigsten in der Fotografie auftretenden Probleme ist die Unterbelichtung von Bildern bei Gegenlicht. Es tritt auf, wenn das Motiv gegen ein helles Licht fotografiert wird, was bei Aufnahmebedingungen mit starker Sonne und hohen Kontrasten häufig vorkommt. Im Idealfall würde man unter diesen Bedingungen einen anderen Aufnahmwinkel wählen, um das Gegenlicht zu vermeiden, oder mit zusätzlicher Beleuchtung wie z.B. einem Aufhellblitz die Lichtverhältnisse ausgleichen. In den meisten Fällen ist das jedoch nicht möglich. Der Belichtungsmesser der Kamera zeigt an, dass genügend Licht vorhanden ist. Er kann jedoch durch die sehr hellen Bereiche im Bild irritiert werden und aufgrund dieser Bereiche eine zu geringe Belichtung für das Bild vorgeben.

Das aktive D-Lighting verringert die Detailverluste in den Lichtern und den schattigen Bildbereichen. In einigen digitalen Spiegelreflexkameras stehen bis zu fünf Stufen für das Active D-Lighting zur Verfügung: »Schwach«, »Normal«, »Stark«, »Extrastark« oder »Automatisch«. Die nur auf Teile des Bildes angewandte Optimierung der Farbtiefe verhindert, dass Bilder flau oder kontrastarm wirken. Im Ergebnis erscheinen verloren gegangene Lichter und Schatten wieder bei gleichzeitig richtigem Kontrastverhältnis. Mit Active D-Lighting werden alle diese Korrekturen sofort beim Drücken des Auslösers vorgenommen. Sie müssen nur eine der oben genannten Optionen auswählen, um zu bestimmen, in welchem Maß Active D-Lighting angewendet wird.

Das richtige Maß von D-Lighting hängt von den Aufnahmebedingungen ab und davon, welchen Effekt Sie erzielen möchten. Wenn Sie nicht wissen, welche Einstellung die richtige ist, wählen Sie »Automatisch« und lassen Sie die Kamera entscheiden, wie stark die Korrektur durch D-Lighting in der jeweiligen Aufnahmesituation sein soll.

Ursprüngliches Bild

Aktives D-Lighting


Unterschiede des Aktiven D-Lighting und D-Lighting
Anders als Active D-Lighting dient D-Lighting der kamerainternen Nachbearbeitung einer Aufnahme. Active D-Lighting dagegen wird im Moment der Aufnahme unter Berücksichtigung der Kameraeinstellungen angewendet und ist Teil des endgültigen Bildes. D-Lighting wird nach der Aufnahme angewendet. Bei der Korrektur werden die Kameraeinstellungen zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht berücksichtigt.

• D-Lighting ist im Bildbearbeitungsmenü auszuwählen und kann auf einzelne Bilder angewendet werden, nachdem sie gespeichert wurden. Dadurch werden Kontrast und Helligkeit des gesamten Bildes automatisch korrigiert.
• Active D-Lighting wird im Aufnahmemenü eingestellt und vor der Aufnahme und Speicherung des Bildes angewendet. Diese Funktion erhöht nicht nur die Helligkeit in unterbelichteten Bereichen des Bildes, sondern optimiert zusätzlich die Farbtiefe in einzelnen Bildbereichen, was den Dynamikumfang der Bilder größer erscheinen lässt.

Diese beiden Technologien wurden entwickelt, um unabhängig voneinander verwendet zu werden. Sie führen zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen. Aktives D-Lighting ist bei einer Serie von Aufnahmen von Motiven mit extrem hellen und extrem dunklen Bereichen zu empfehlen. D-Lighting sollte bei Bildern verwendet werden, die bereits abgespeichert sind und Schattenbereiche aufweisen.

Bei hoher ISO-Empfindlichkeit tritt bei Aufnahmen mit Active D-Lighting eventuell Rauschen auf (Grobkörnigkeit, Banding).

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